Denn wie jedes Jahr wird am 7. März hierzulande der „Tag der gesunden Ernährung" gefeiert, der die vielleicht genussvollste Präventionsmöglichkeit in den Fokus rückt.
„Du bist, was Du isst“ – diesen Satz kann man aus Sicht der Allgemeinmedizinerin Dr. Petra Reis-Berkowicz guten Gewissens unterschreiben. „Unser Ernährungsverhalten beeinflusst maßgeblich unsere Gesundheit sowie die Vorbeugung und den Verlauf von Erkrankungen“, ist sie überzeugt. Schließlich gibt es inzwischen eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien, die die positiven Effekte einer gesunden Ernährung nachgewiesen haben. „Es geht vor allem um die Vitamine B1, B6, B12, Vitamin C und D, Folsäure und Niacin sowie die Mineralstoffe Zink, Selen und Eisen“, nennt die Hausärztin aus Gefrees die Wichtigsten. Dazu ist es nicht notwendig, zu teuren Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollwertkost reicht völlig aus.
Die „5 am Tag“-Regel gilt übrigens noch immer. Täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst genügen, um den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen zu versorgen und das Risiko für Krankheiten zu senken. Einfache Faustregel: Eine Portion entspricht dabei in etwa einer Handvoll.
Den Zeitpunkt für den alljährlichen „Tag der gesunden Ernährung“ hält Dr. Petra Reis-Berkowicz für gut gewählt. „Gerade jetzt im Frühling hat unser Körper nach den langen Wintermonaten besondere Bedürfnisse“, erklärt sie. Das macht sich bemerkbar: Während um uns herum die Natur mit Kraft erwacht, befällt viele Menschen hierzulande das große Gähnen. Stichwort Frühjahrsmüdigkeit. Auch dagegen gibt es mehr als ein Rezept.
Eine ganz Sammlung davon finden Sie in dem Kochbuch „Heldenküche – die Hausärzte-Edition“, das aus einer gemeinsamen Idee von Dr. Petra Reis-Berkowicz und Alexander Herrmann entstand. Es ging darum, Geschichten von Hausärztinnen und Hausärzten mit gesunden Rezepten aus der Sterneküche zu verbinden und diese nach ihren gesunden Effekten auf Körper und Wohlbefinden zu präsentieren.
Dabei ist Gerichten mit nachweislichen Muntermachern ein ganzes Kapitel gewidmet. Unter „Stoffwechsel pushen“ finden Sie leicht umzusetzende Rezepte mit Ceylon-Zimt, grünem Tee und braunem Reis. Wie wäre z.B. ein köstlicher Hafer-Zimt-Powerdrink mit Avocado oder eine asiatisch inspirierte „Poke Bowl“ mit Hühnchen und braunem Reis?
Falls Sie Fragen haben, wie Sie eine Ernährungsumstellung am besten umsetzen können oder worauf Sie persönlich besonders achten müssen, besprechen Sie das Thema mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
Gut zu wissen: Wer an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) teilnimmt, ist auch hier im Vorteil. Wenn Sie als Patientin oder Patient an diesem freiwilligen Primärarztsystem teilnehmen, verpflichten Sie sich gegenüber Ihrer Krankenkasse, ausschließlich einen von Ihnen gewählten Hausarzt bzw. Hausärztin aufzusuchen und immer zunächst in diese Praxis zu gehen. Dadurch entsteht eine langfristige Arzt-Patienten-Beziehung, bei der die Hausärztin oder der Hausarzt den Überblick über alle Diagnosen und Behandlungen, hat und Sie daher auch bei der Ernährungsumstellung unterstützen kann. Außerdem gibt es für Sie häufigere Gesundheits-Check-Ups und weitere Vorsorge-Extras. In der Hausarztzentrierten Versorgung haben Patientinnen und Patienten zweijährlich oder jährlich darauf Anspruch, je nach Krankenkasse.
Den positiven Effekt der HZV zeigt übrigens auch eine wissenschaftliche Studie. Danach hatten zum Beispiel HZV-Mitglieder mit Diabetes deutlich weniger Komplikationen und eine längere Lebenserwartung als eine Vergleichsgruppe in der Regelversorgung.
Falls Sie also noch nicht am HZV-Programm Ihrer Kasse teilnehmen, fragen Sie beim nächsten Besuch in ihrer hausärztlichen Praxis einfach nach.