Lungenkrebs früh erkennen: Neues Screening-Angebot ab April 2026

Ab heute wird die Früherkennung von Lungenkrebs mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dieses Angebot richtet sich gezielt an bestimmte Raucherinnen und Raucher.

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Es kann dabei helfen, Lungenkrebs bereits in einem frühen Stadium zu entdecken – häufig noch bevor Beschwerden auftreten. Das verbessert die Behandlungschancen deutlich. Auch der Hausärztinnen- und Hausärzteverband begrüßt diese neue Möglichkeit der strukturierten Früherkennung, die von nun an schrittweise eingeführt wird.

Vielleicht fragen Sie sich, ob das Screening für Sie infrage kommt. Da ist einfach erklärt: Teilnehmen können Personen zwischen 50 und 75 Jahren, die über viele Jahre zum Glimmstängel gegriffen haben. In der Regel bedeutet das eine Rauchdauer von mindestens 25 Jahren und mindestens 15 sogenannte Packungsjahre. Auch wenn Sie früher geraucht haben, kann das Angebot für Sie relevant sein – vorausgesetzt, der Rauchstopp liegt nicht länger als zehn Jahre zurück. „Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie jederzeit gern Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt an“, empfiehlt Dr. Markus Blumenthal-Beier, Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, der erläutert, dass die Wirksamkeit dieses Screenings wissenschaftlich belegt ist: „Große Studien zeigen, dass sich durch die regelmäßige Teilnahme bei Menschen mit erhöhtem Risiko die Sterblichkeit an Lungenkrebs senken lässt.“ Offizielle Informationen zur Früherkennung und zum Thema Rauchen finden Sie auch beim Bundesgesundheitsministerium.

Gut zu wissen:

Die Untersuchung selbst ist unkompliziert: Sie dauert nur wenige Minuten, ist schmerzfrei und arbeitet mit einer geringen Strahlenbelastung. In der Regel ist eine jährliche Untersuchung vorgesehen. „Wichtig ist uns Hausärztinnen und Hausärzten, Sie dabei gut zu begleiten. Wir besprechen gemeinsam Ihre Vorgeschichte und klären Sie über Vorteile und mögliche Nachteile auf“, so Dr. Markus Blumenthal-Beier. Ein Punkt liegt dem Arzt besonders am Herzen: „So sinnvoll das Screening ist – es ersetzt nicht den Rauchstopp. Der Verzicht auf Tabak bleibt der wichtigste Schritt, um Ihr Risiko für Lungenkrebs zu senken. Auch hierzu beraten wir Sie sehr gern.“