Am 21. Juni ist Tag des Sonnenschutzes – Den Sommer gesund genießen

Wenn Sie das Thema Sonnenschutz ernst nehmen, können Sie die schönen Tage ganz ohne Reue genießen.

Mittlerweile zählt Hautkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen. Umso wichtiger wird die Vorsorgeuntersuchung, die auch durch Hausärztinnen und Hausärzte mit entsprechender Fortbildung durchgeführt wird. (Foto: adobe/liz.BHÄV)

Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni ist der Regen vorbei und die Sonne hat uns wieder. Wenn Sie das Thema Sonnenschutz ernst nehmen, können Sie die schönen Tage ganz ohne Reue genießen.

Nicht zufällig findet seit Jahren am 21. Juni auch der Tag des Sonnenschutzes statt.  Denn gerade jetzt, um den Tag der Sommersonnenwende herum, steht die Sonne in unseren Breitengraden am höchsten. Ein hoher Sonnenstand bedeutet eine intensivere UV-Strahlung. Damit ist derzeit das Risiko für Hautkrebs und Augenschäden (z.B. „Grauen Star“) besonders hoch.

Gesunde Bräune gibt es nicht. Auf seinen Internetseiten warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (bfs) sogar ausdrücklich vor Sonnenbädern. Laut bfs ist schon allein gebräunte Haut ein Signal, dass bereits eine Hautalterung eingetreten sei. Noch schlimmer ist, wenn sich die Haut durch einen Sonnenbrand rötet. Dann ist schon von einem Hautschaden auszugehen.

Sie sehen, das Thema Sonnenschutz ist wichtig – und das nicht nur am Sommeranfang. Die gute Nachricht: Sie können ganz einfach etwas gegen alle gesundheitsschädlichen Folgen von UV-Belastungen tun. Hier die wichtigsten:

  • Oberstes Gebot: Zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne meiden. Denn dann ist die UV-Strahlung am intensivsten. Sie müssen ja nicht unbedingt Siesta halten. Aber Sie können Aktivitäten in dieser Zeit möglichst in Innenräumen oder in den Schatten verlegen.
  • Rüstung anlegen: Kopfbedeckung, eine gute Sonnenbrille, leichte Kleidung (die idealerweise Beine und Arme bedeckt) und auf alle unbedeckten Stellen großzügig Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (min. 30, besser 50) auftragen. Beim Auftragen nicht knausern: Um den gewünschten Lichtschutzfaktor (LSF) des tatsächlich zu erhalten, müssen Erwachsene etwa drei Esslöffel Sonnenschutzmittel pro Anwendung auftragen.
  • Nichts währt ewig – auch nicht die Sonnencreme: Deshalb ist es wichtig, nach einer Weile Nachzucremen. Das gilt besonders, nach dem Schwimmen oder Schwitzen. Was viele nicht wissen: Nachcremen verlängert nicht die gefahrlose Verweildauer in der Sonne.
  • Weg mit alten Sonnencremes: Überprüfen Sie das Haltbarkeitsdatum. Sonnencremes aus dem Vorjahr können ihre Schutzwirkung verlieren oder sogar schädlich werden.
  • UV-Index (UVI) im Auge behalten: Je höher der UV-Index an einem Tag ist, desto höher ist die UV-Belastung und damit die Sonnenbrandgefahr. Beim Bundesamt für Strahlenschutz können Sie hier 3-Tages-Prognosen abrufen.
  • Hautveränderungen frühzeitig entdecken. Am besten mit einem regelmäßigen Hautkrebsscreening in Ihrer hausärztlichen Praxis. Denn auch eigentlich harmlose Pigmentmale können sich verändern und gefährlich werden. Mittlerweile zählt Hautkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen. In Bayern haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren die Hautkrebserkrankungen verdoppelt. Umso wichtiger wird die Vorsorgeuntersuchung, die auch durch Hausärztinnen und Hausärzte mit entsprechender Fortbildung durchgeführt wird.
  • Gut zu wissen: Ab einem Alter von 35 Jahren haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf das Hautkrebsscreening. Manche Krankenkassen übernehmen auch bei jüngeren die Leistung. Und es gibt Krankenkassen, die im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung jedes Jahr ein Hautkrebsscreening erstatten.