Herbst: Zeit fürs Impfen

Der Herbst bringt nicht nur bunte Blätter, sondern auch die ersten Infektionswellen. Jetzt ist der richtige Moment, den eigenen Impfschutz aufzufrischen.

Besonders wichtig ist jetzt die Grippeimpfung. Für den besten Schutz gibt es ein Zeitfenster von Oktober bis Dezember. Nach der Impfung dauert es etwa 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz aufgebaut hat. Vor allem Menschen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko sollten sich impfen lassen. Dazu gehören Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, chronisch Kranke aller Altersgruppen und medizinisches Personal.

Eine weitere wichtige Impfung, die zu Beginn der Infektionszeit wichtig wird und zusammen mit der Grippeimpfung verabreicht werden kann, ist die Corona-Impfung. Hier hat es Änderungen bei der Impfempfehlung gegeben. Damit hat sich der Personenkreis, für den eine Corona-Impfempfehlung ausgesprochen wurde, reduziert: Gesunde Erwachsene sollen demnach künftig erst ab 75 statt zuvor ab 60 Jahren eine jährliche Auffrischimpfung gegen COVID-19 erhalten. Unverändert empfohlen wird die Auffrischimpfung für Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Krankheitsverläufe wie beispielsweise chronisch Erkrankte. Mehr dazu finden Sie unter dem Epidemiologischen Bulletin 28/2026.

Am besten lassen Sie sich in Ihrer Hausarztpraxis beraten, welche Impfungen für Sie persönlich sinnvoll sind, und lassen Sie bei dieser Gelegenheit auch Ihren gesamten Impfstatus überprüfen. Das betrifft zum Beispiel den Schutz vor weiteren gefährlichen Infektionen wie Gürtelrose oder Pneumokokken.

HZV: Besser betreut, besser geschützt

Wer an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV), auch Hausarztprogramm genannt, teilnimmt, profitiert von einer kontinuierlichen Betreuung durch die eigene Hausarztpraxis. Die Hausärztin oder der Hausarzt kennt die Krankengeschichte und kann so auch den persönlichen Impfschutz im Blick behalten. HZV-Patientinnen und -Patienten treffen gemeinsam mit ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt auf Grundlage eines vertrauensvollen persönlichen Gesprächs eine informierte Impfentscheidung. Das Resultat: Die Impfquote liegt laut Auswertungen der GWQ bei ihnen mehr als zehn Prozent über der von Patientinnen und Patienten in der sogenannten Regelversorgung. Dieser Effekt verstärkt sich mit zunehmender Dauer der HZV-Teilnahme. Davon profitieren nicht nur die Patientinnen und Patienten selbst, sondern auch ihre Mitmenschen.

Wenn Sie noch nicht an der HZV Ihrer Krankenkasse teilnehmen, sprechen Sie Ihre Hausarztpraxis bei Ihrem nächsten Besuch doch einfach darauf an.