Hitzeberatung in der Hausarztpraxis: Unverzichtbar

Wir haben gerade eines der wärmsten Wochenenden seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Weitere Hitzetage lassen vermutlich nicht lange auf sich warten.

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Viele von uns haben die extremen Temperaturen mit teils über 40 Grad deutlich zu spüren bekommen. Hitze ist für alle belastend, aber besonders für ältere Menschen und Menschen mit chronischen oder schweren Erkrankungen kann sie schnell zur ernsthaften Gesundheitsgefahr werden. Austrocknung, Hitzekollaps oder ein Sonnenstich sind leider keine Seltenheit.

Kein Wunder also, dass derzeit viele Patientinnen und Patienten ihren Termin in der Hausarztpraxis auch dazu nutzen, Fragen zu Risiken und zum Umgang mit der Hitze zu stellen. Tatsächlich sind Hausärztinnen und Hausärzte auch bei diesem Thema wichtige Ansprechpartnerinnen und -partner für ihre Patientinnen und Patienten. Sie kennen deren Krankengeschichte und können individuell beraten – etwa wenn die Dosierung von Medikamenten während hoher Temperaturen angepasst werden muss oder Arzneimittel wie Insulin anders gelagert werden sollten.

Wussten Sie schon?

Die Hitzewellen kommen inzwischen fast jeden Sommer zuverlässig – die Vergütung für die ärztliche Hitzeschutzberatung liegt dagegen auf Eis. Bereits vor drei Jahren kündigte die damalige Bundesregierung ein umfassendes Hitzeschutzprogramm an. Dazu gehörte auch, die medizinische Beratung in den Hausarztpraxen zu vergüten. Umgesetzt wurde dieses Versprechen bislang jedoch nicht.

Dabei zeigt jeder heiße Sommer aufs Neue: Gute Hitzeschutzberatung hilft, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Medikamente sicher anzuwenden und hitzebedingte Komplikationen zu vermeiden.