Schritte, Schlaf, Herzfrequenz, Gewicht, Körperfett und Muskelmasse lassen sich bequem per App und Co. erfassen. Das kann dabei helfen, die eigene Gesundheit bewusster wahrzunehmen und die Gesundheitskompetenz zu stärken. Ein Beispiel ist der Blutdruck. Die Ergebnisse mehrerer Messungen zu Hause und deren Dokumentation sind bisweilen aussagekräftiger als ein einzelner Wert in der Praxis, da Aufregung, Bewegung oder der sogenannte Weißkittel-Effekt den Blutdruck beeinflussen können.
Auch Smartwatches und andere Geräte können Veränderungen sichtbar machen, die man selbst zunächst nicht bemerkt. So können sie beispielsweise Hinweise auf nächtliche Atemaussetzer oder Veränderungen des Herzrhythmus liefern.
Wichtig ist allerdings: Solche Messungen sind keine Diagnose und ersetzen niemals die ärztliche Abklärung. Gerade im Hausarztprogramm HZV profitieren teilnehmende Patientinnen und Patienten von einer kontinuierlichen Betreuung durch eine feste hausärztliche Anlaufstelle. Die Hausärztin oder der Hausarzt kennt die persönliche Krankengeschichte, die Beschwerden und die individuelle Lebenssituation sehr gut. Das schafft Vertrauen und ermöglicht eine ganzheitliche Einschätzung – auch von selbst erhobenen Messwerten.
Nicht zu vergessen: Blick auf den Datenschutz
Gesundheits-Apps sammeln zum Teil sehr persönliche Informationen über Schlaf, Bewegung, Ernährung und Alltag. Vor der Nutzung sollte deshalb geprüft werden, welche Daten erhoben, gespeichert und möglicherweise an Dritte weitergegeben werden.
Unser Fazit für Sie:
Selbstvermessung kann sinnvoll sein – solange die Daten als Information und nicht als medizinische Wahrheit verstanden werden.