Die gute Nachricht vorweg: Sie können viel Ihre Herzgesundheit tun. Denn erwiesen ist: Ihre Lebensweise hat größten Einfluss auf das Wohlergehen Ihres Herzens. „Sie brauchen nicht viel zu tun“, sagt der Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, Prof. Dr. Jörg Schelling. Er hat ein paar einfache Tipps, wie man in kleinen Schritten zu einer besseren Herzgesundheit gelangen kann:
- Ernährung mit viel frischem Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen und gesunden Fetten wie Olivenöl. Reduzieren Sie dafür Salz, Zucker, tierische Fette und rotes Fleisch.
- Ihr Herz freut sich über regelmäßige Bewegung - möglichst an fünf Tagen in der Woche für mindestens 30 Minuten zügig spazieren gehen, Radfahren oder Schwimmen.
- Abbau von Stresssituationen - Dauerhafter Stress und Schlafmangel belasten Blutdruck und Herzschlag. Entspannungsübungen oder angenehme Freizeitaktivitäten schaffen einen Ausgleich.
- Verzicht auf Tabak und Alkohol.
- Betreiben Sie regelmäßige Vorsorge: Die Risikofaktoren für Herzerkrankungen und Schlaganfall sind „still“ und unsichtbar. Nutzen Sie deshalb den regelmäßigen Gesundheits-Check-up bei Hausärztin oder Hausarzt, der im Hausarztprogramm HZV im Regelfall alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden kann. Damit können Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen, die lange keine Beschwerden verursachen, frühzeitig erkannt werden.
„Die bundesweiten Herzwochen bieten eine gute Gelegenheit, mit der einen oder anderen Maßnahme zu beginnen“, sagt der Experte. Es muss ja nicht die sofortige radikale Umstellung sein. Auch müssen Sie diese Veränderungen nicht allein schaffen. Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt darüber, wie Sie diese Herausforderung am besten meistern können. Hilfestellung bietet auch die Herzstiftung mit Informationen auf ihrer Webseite.