Weg von der Reparaturmedizin, hin zur Gesunderhaltung

Unter dem Motto „Gemeinsam aktiv für mehr Gesundheit – machen Sie mit!“ rückt der 2. Bayerische Präventionstag am 12. Oktober 2026 ein wichtiges Thema in den Fokus.

Impfungen gehören zu den wirksamsten Präventionsmaßnahmen. (Foto: adobe/liz.Bhäv)

Weg von der Reparaturmedizin, hin zur Gesunderhaltung. Darum geht es immer mehr in der modernen hausärztlichen Medizin.  „Der Gedanke, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen, wird immer wichtiger“, erklärt der Allgemeinmediziner Prof. Dr. Jörg Schelling. Deshalb wurde auch vor zwei Jahren der Bayerische Präventionstag ins Leben gerufen. Auch das Motto „Gemeinsam aktiv für mehr Gesundheit – machen Sie mit!“ ist Programm.

„Denn Prävention heißt auch, dass die Eigenverantwortung jedes Einzelnen eine zentrale Rolle spielt“, sagt der Experte. Jeder ist seines Glückes Schmied – das gilt in diesem Sinne auch für die Gesundheit.

Doch keine Sorge: Größere Eigenverantwortung bedeutet nicht, dass Sie dabei auf sich allein gestellt sind. Als Ihre wichtigsten Vertrauten in Gesundheitsfragen stehen Ihnen Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt auch bei dieser wichtigen Aufgabe zur Seite.

Im Hausarztprogramm HZV ist die hausärztliche Praxis die zentrale Anlaufstelle, wo alle Informationen über Diagnosen und Behandlungen zusammenlaufen. „Als HZV-Teilnehmer habe ich einen festen Ansprechpartner im zunehmend verwirrenden Gesundheitssystem, der meinen individuellen Gesundheitszustand kennt und einschätzen kann, welche Präventionsmaßnahmen für mich sinnvoll sind“, nennt Prof. Dr. Schelling einige der vielen Vorteile dieses Modells für Patientinnen und Patienten.

Außerdem bietet das Hausarztprogramm HZV in den Bereichen Früherkennung und Prävention viele Leistungen, die über das Angebot der Regelversorgung hinausgehen. Zum Beispiel kann die Gesundheitsuntersuchung (GU) bei HZV-Versicherten häufiger durchgeführt werden. Durch die Vorteile des Hausarztprogramms leben Patientinnen und Patienten länger und sind gesünder.  Das zeigen die Ergebnisse einer Langzeitstudie, die vom Universitätsklinikum Heidelberg und der Goethe-Universität Frankfurt am Main durchgeführt wurde.

Die hausarztzentrierte Versorgung ist ein freiwilliges Primärarztsystem, bei dem sich die Patientinnen und Patienten mit ihrer Unterschrift unter den HZV-Vertrag auf ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt für mindestens ein Jahr festlegen.  Damit entscheiden sie sich für einen breit ausgebildeten und kompetenten ärztlichen Partner – der mit ihnen gemeinsam die Diagnostik und Therapie abstimmt. Mehr erfahren.